Mittwoch, 10. Mai 2017

REZENSION - TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT

Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Jay Asher
Format: Taschenbuch, 282 Seiten
Erstausgabe bei cbt: November 2012
Verlag: cbt
















Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...
Quelle!




Hannah Baker ist tot.
Sie hat sich selbst ermoderdet, weil sie von ihren Mitschülern fertig gemacht wurde...
Vor ihrem Tod hat sie sich die Mühe gemacht, 13 Kasetten, verbunden mit 13 Personen die zu ihrem Tod führten, aufzunehmen.
Diese Kasetten müssen von der ersten verantwortliche Person bis zur letzten verantwortlichen Person geschickt werden. Falls einer der verantwortlichen Personen die Kasetten nicht weiter schicken sollte, werden die Kasetten und deren Inhalt, von einer Person welche Hannah vorher erwählt hatte, öffentlich gemacht. Das heißt ihr komplettes Leben wäre von einem auf den nächsten Zeitpunkt zerstört.

Wir begleiten Clay Jensen dabei, als er die Kasetten bekommt und erfahren, was Hannah Baker dazu brachte, sich zu ermorden...



Ersteinmal vielen Dank an das Bloggerportal für das bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Das Buch bzw. die Geschichte ist ja die letzten Wochen quasi Gesprächsthema Nummer 1 auf Instagram, Youtube und Co gewesen.
Da ich unbedingt die Netflix Serie schauen wollte, wollte ich zuvor natürlich das Buch lesen. 😃

Ich habe es dann letztendlich so gelöst, dass ich mit dem Buch begonnen habe und die ersten Kapitel gelesen habe und nach ca. 3-4 Kapiteln mit der Serie begonnen habe.
Das Buch habe ich beendet, die Serie noch nicht. Wird aber sicherlich nicht mehr lange dauern, bis ich auch sie beendet habe.

Aber jetzt kommen wir zur Rezension des Buches.

Die Geschichte ist aus Clays Sicht geschrieben.
Da wir uns gemeinsam mit ihm zurück zum Anfang der Geschichte von Hannah Baker begeben, war für mich zu keiner Zeit etwas unlogisch.
Die Kasetten, Hannahs Stimme, ihre Leidensgeschichte, gehen Clay sehr nahe.
Er ist ein Charakter der sehr emotional auf die Kasetten reagiert. Er lässt seiner Trauer und seiner Wut freien Lauf.
Endlich mal ein Männlicher Charakter der offen seine Gefühle zeigt.

Jedes Kapitel startet mit einer neuen Kasette.
So haben wir mit jedem Kapitel eine neue Kasette.
Hannah Bakers Kasetten sind kursiv geschrieben, sodass sie sich von der Gegenwart abheben.
Für mich war es die optimale Lösung, nicht durcheinander zu geraten.
 




Dadurch das wir uns gemeinsam mit Clay auf die Suche nach den vielen schuldigen machen, verpasste man nichts, kam nicht durcheinander. Kurzum es war perfekt um beide Seiten kennenzulernen und zu verstehen.
Die Kapitel waren nicht allzu lang, man konnte gut folgen.

Mir erging es so, dass ich irgendwann wissen wollte, welche großen und kleinen Dinge Hannah dazu brachten den grausamen Weg des Selbstmordes zu wählen.
Ich wollte sie verstehen. Wollte nachvollziehen können, weshalb ein Mensch so einen grausamen Weg wählt.

Der Schreibstil von Jay Asher war für mich nichts weltbewegendes und trotzdem hat er eine traurige und zugleich wundervolle Geschichte geschaffen, die hoffentlich einigen Menschen die Augen öffnen.
Denn vermeintlich kleine unbedeutende Dinge können Menschen dazu bringen das eigene Leben und sich selbst zu hassen.
Das Cover meiner Ausgabe zeigt die Schauspieler der Netflix Serie.
Im inneren des Buches befinden sich einige Bilder aus der Serie, was mir sehr gut gefallen hat.





Die Kasetten, die Geschichte, der Leidensweg von Hannah Baker gehen unter die Haut.

Eine traurige Geschichte die einem klar vor Augen führt, wie viel man mit einer vermeintlich kleinen Tat zerstören kann.
Möglicherweise bringt die eigene kleine Tat das "Fass" letztendlich zum überlaufen.
Somit tragen wir möglicherweise die mitschuld an dem traurigen Leben eines Menschen.









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